sie ist eine meisterin in der kunst, mich in ein wechselbad von gefühlen zu tauchen. ekel, mitleid, spannung, trauer, angst, entsetzen... sie treibt es bis zum äußersten. sie schreibt genau das, was ich gern übersehe. sie sagt das, was man nicht sagt. und so wie man es nicht sagt.
eine brunzt, der andere kotzt. anna liegt in ihrer eigenen pfütze, und bei rainer wendet sich der magen um und schwapp drängelt sich das halbverweste schmalzbrot zum ausgang. den kindern geht es nicht sehr gut. und die mißglückte bahnfahrt ist nur das kleinere übel...
ich fühle mich ein wenig wie in meiner kindheit:
als meine freunde von einem aufgedunsenen toten aal im nahegelegenen teich erzählt haben, wusste ich sofort, dass er mir, abgesehen von der augenblicklichen übelkeit, später auch schlechte träume bereiten wird, aber sehen musste ich ihn trotzdem mit eigenen augen. nicht von ungefähr hat elfriede jelinek den literaturnobelpreis erhalten.